Wichtige Erkenntnisse
- 📜 Fazit: Ein bahnbrechendes historisches Artefakt – nicht empfehlenswert für den Kauf im Jahr 2026, außer für Sammler
- 📸 Vermächtnis: Pionierarbeit bei der Hindernisvermeidung, wodurch Drohnen für Anfänger zugänglich wurden
- 💡 Auswirkung: Die DNA der Phantom 4 lebt in jeder modernen DJI Drohne weiter
Die DJI Phantom 4 wurde im März 2016 auf den Markt gebracht und veränderte die Drohnenindustrie für immer. Sie war die erste Konsumenten-Drohne mit Hindernisvermeidung, die erste mit visueller Verfolgung und wohl das Produkt, das "Drohnenfotografie" zu einem Mainstream-Konzept machte.
Zehn Jahre später sind die Phantom 4 und ihre Varianten (Phantom 4 Pro, Phantom 4 Advanced) für den aktiven Einsatz völlig veraltet. Ihre historische Bedeutung kann jedoch nicht hoch genug eingeschätzt werden. Jedes moderne Drohnen-Feature – ActiveTrack, omnidirektionale Erfassung, intelligente Flugmodi – geht auf diesen ikonischen weißen Quadcopter zurück.
Historischer Kontext: Warum die Phantom 4 wichtig war
Vor der Phantom 4 waren Drohnen Werkzeuge für Enthusiasten, die bereit waren, das Risiko eines Absturzes in Kauf zu nehmen. Die früheren Phantoms von DJI (1, 2, 3) waren leistungsfähig, erforderten aber eine sorgfältige Steuerung. Ein Fehler in der Nähe eines Baumes bedeutete Propeller, Gimbals und teure Reparaturen.
Die Phantom 4 führte Folgendes ein:
- Vorwärts gerichtete Hinderniserkennung: Erste Konsumenten-Drohne, die vor dem Auftreffen auf Hindernisse stoppte
- ActiveTrack: Automatisierte Subjektverfolgung ohne manuelle Eingabe
- TapFly: Tippen Sie auf den Bildschirm, die Drohne fliegt autonom dorthin
- Sportmodus: 45 mph Geschwindigkeiten für erfahrene Piloten
- Visuelle Positionierung: Stabiles Schweben in Innenräumen ohne GPS
Diese Funktionen sind heute Standard in allen Preisklassen. Im Jahr 2016 waren sie revolutionär.
Ursprüngliche Spezifikationen vs. moderne Drohnen
| Spezifikation | Phantom 4 (2016) | Mini 4 Pro (2023) | Mavic 4 Pro (2025) |
|---|---|---|---|
| Gewicht | 1,380g | 249g | 892g |
| Kamerasensor | 1/2.3-Zoll (12MP) | 1/1.3-Zoll (48MP) | 4/3 CMOS (50MP) |
| Max. Video | 4K/30fps | 4K/100fps | 8K/30fps |
| Max. Flugzeit | 28 Minuten | 34 Minuten | 48 Minuten |
| Hinderniserkennung | Nur nach vorne | Omnidirektional | Omnidirektional + KI |
| Übertragungsreichweite | 5km (Lightbridge) | 20km (O4) | 20km (O4) |
| Faltbar | Nein | Ja | Ja |
Der Vergleich ist frappierend. Eine Mini 4 Pro aus dem Jahr 2023 – die weniger als ein Fünftel der Phantom 4 wiegt – bietet eine überlegene Kamera, Flugzeit, Übertragung und Hinderniserkennung. Die Technologie hat sich in sieben Jahren dramatisch weiterentwickelt.
Die Phantom 4 Pro: Die professionelle Variante
DJI veröffentlichte die Phantom 4 Pro Ende 2016 und ging auf die Kameraeinschränkungen des Originals ein:
- 1-Zoll-Sensor: Dramatische Verbesserung der Bildqualität und bei schlechten Lichtverhältnissen
- 4K/60fps: Sanfte Zeitlupenfunktion
- Mechanischer Verschluss: Eliminierte Rolling-Shutter-Artefakte
- 5-Richtungs-Erkennung: Zusätzliche Seitensensoren
Die Phantom 4 Pro V2.0 (2018) fügte OcuSync-Übertragung und leisere Propeller hinzu und wurde zur endgültigen Version. Einige professionelle Betreiber verwenden diese immer noch für bestimmte Anwendungen – obwohl moderne faltbare Drohnen sie weitgehend ersetzt haben.
Warum die Phantom-Serie endete
DJI stellte die Phantom-Linie im Jahr 2021 ein und beendete damit eine zehnjährige Erfolgsgeschichte. Mehrere Faktoren trugen dazu bei:
- Mavic-Dominanz: Faltbare Designs boten vergleichbare Leistung in kleineren Paketen
- Erwartungen an die Portabilität: Die Verbraucher priorisierten zunehmend reisefreundliche Formfaktoren
- Marktsättigung: Das Phantom-Publikum hatte größtenteils auf faltbare Alternativen aufgerüstet
- Komponentenkosten: Größere Drohnen hatten höhere Herstellungs- und Versandkosten
Wer sollte im Jahr 2026 eine Phantom 4 in Betracht ziehen?
✅ In Betracht ziehen, wenn
- • Sie sind ein Drohnenhistoriker oder Sammler
- • Sie bereits eine besitzen und Teile benötigen
- • Bildungs-/Museumszwecke
- • Phantom 4 Pro V2.0 für unter $400 finden
❌ Überspringen, wenn
- • Sie eine primäre funktionierende Drohne benötigen
- • Portabilität überhaupt eine Rolle spielt
- • Sie moderne Softwarefunktionen erwarten
- • Kauf für kommerzielle Zwecke
Endgültiges Urteil: Nur historische Bedeutung
Die DJI Phantom 4 verdient ihren Platz in der Technologiegeschichte. Sie machte Drohnen für Millionen von Menschen zugänglich, die Luftaufnahmen sonst nie in Betracht gezogen hätten. Ihre Innovationen wurden zu Industriestandards, die jede moderne Drohne enthält.
Aber im Jahr 2026 gibt es keinen praktischen Grund, eine Phantom 4 zu kaufen, es sei denn, Sie sind ein Sammler oder finden eine Phantom 4 Pro V2.0 zu außergewöhnlich niedrigen Preisen für den gelegentlichen Gebrauch. Moderne faltbare Drohnen bieten in jeder messbaren Kategorie eine deutlich bessere Leistung – zu niedrigeren Preisen und in portableren Paketen.
Die Ära der Phantom ist beendet. Ihr Vermächtnis setzt sich in jeder nachfolgenden Drohne fort.
Moderne Alternativen
Häufig gestellte Fragen
Lohnt sich der Kauf der DJI Phantom 4 im Jahr 2026 noch?
Nein, außer für Sammler oder aus historischem Interesse. Moderne faltbare Drohnen wie die Mavic 3 oder Air 3 bieten überlegene Kameras, längere Flugzeiten, omnidirektionale Erfassung und eine weitaus bessere Portabilität zu ähnlichen oder niedrigeren Preisen.
Kann ich noch Teile und Akkus für die Phantom 4 bekommen?
Akkus von Drittanbietern und grundlegende Teile sind weiterhin erhältlich, aber der offizielle DJI-Support wurde eingestellt. Die Verfügbarkeit von Teilen wird mit der Erschöpfung des Aftermarket-Bestands weiter abnehmen.